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Ausgabe 729
2012-05-17 > 2012-05-23
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Lagoa/Silves

Paulo das Bifanas

In der kleinen Taverne von Paulo Correia, die seit sieben Jahren existiert, beginnt der Tag früh. Sie öffnet um 7 Uhr morgens, noch vor Sonnenaufgang.
Bruno Filipe Pires, Ausgabe 708 (15 Dez 2011), Ohne Kommentare »

Wer auf dem Weg zur Arbeit ist, trinkt hier seinen Kaffee, und einige Leute fragen schon morgens nach einem “Bifana“ (Schweinesteak im Brot), um zu Kräften zu kommen.

Die Maut auf der Via do Infante ist das Tagesgespräch. „Alle sind verärgert“, sagt Paulo Correia, vielleicht einer der Kaufleute an der Westalgarve, der die alte Nationalstraße, die die Algarve durchquert, am besten kennt. Seine Gäste berichten ihm von den Problemen ihres Lebens.

Eine Nachbarin aus Porches, die im Krankenhaus Faro arbeitet, beklagt sich darüber, eine Autobahngebühr von monatlich 80 Euro bezahlen zu müssen. Ein Nachbar, der ein Mietwagen-Unternehmen in der Nähe hat, schüttelt fassungslos den Kopf über die Geldbußen und Bürokratie.

Bei einem eiligen Mittagessen hat João Luís Santos, 44, aus Pêra, keine Zeit zu verlieren. Er soll Oregano in den Alentejo liefern. Er erzählt uns, dass seine Flotte von sechs Transportern bis zu 200 Euro am Tag nur an Maut kosten könnte. „Und am Ende zahlt der Verbraucher“, sagt er. Wenig an alternative Routen gewohnt, muss er nun herausfinden, wie er am besten die Autobahn umfährt. Der Gastgeber bedauert die Zeiten.

Wenn die Sonne untergeht, wird man sehen, was bleibt. „Hinten im Haus kann ich gut die A22 sehen. Während hier 20 oder 30 Autos vorbeifahren, sind es auf der Autobahn zwei oder drei“, sagt er. In der Blütezeit, wenn auch in einem anderen Haus ein wenig weiter, in der Nähe von Porches, wo er elf Jahre etabliert war, hat er 220 Bifanas an nur einem Tag verkauft. Heute sind es etwa 30 täglich.

„Das alles ist wirklich schlecht fürs Geschäft“, klagt er. „Ich erinnere mich, vor ein paar Jahren gab es eine Krise, aber die Leute haben immer noch angehalten, um zu essen. Heute nehmen sie ihr Essen von zu Hause mit.“ Dennoch ist es möglich, ein gutes, frisch zubereitetes Bifana für €1,60, ein Glas Rotwein für €0,80 und einen Kaffee für €0,60 zu bekommen. Um das Essen etwas aufpeppen, empfehlen wir etwas Piri-Piri “barba rija”...

Spezialitäten: Bifana; Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, von 7 bis 22 Uhr.

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