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Wer kauft all die Häuser?

Dieses Mal kann man aber nicht die Wirtschaftskrise vorschieben, sondern muss den Grund in der niedrigen Geburtenrate und der veraltenden portugiesischen Bevölkerung suchen.
Das ist die Prognose, die die “Bank für Internationalen Zahlungsausgleich” (BIZ) jüngst in der Studie «Ageing and asset prices» veröffentlicht hat, die die Auswirkungen der Veralterung der Bevölkerung auf die Immobilienpreise untersucht.
Sie besagt, dass Portugal das europäische Land ist, das die Auswirkung auf die Nachfrage nach Häusern aus demographischen Gründen am stärksten zu spüren bekommt. Schätzungsweise wird es zwischen 2010 und 2050 einen Einbruch um 80% geben.
Spanien, Griechenland und Deutschland sind die anderen Länder in Europa, die einen merklichen Rückgang der Nachfrage spüren werden, mit etwa 75%, im Gegensatz zur Schweiz, die weiterhin bei etwa 20% negativer Auswirkung bleibt.
Die Tendenz hängt mit der Tatsache zusammen, dass es so wenig Geburten gibt, die die Nachfrage nach Wohnraum in den kommenden Jahren rechtfertigen würden.
Allerdings, wie üblich in der Wirtschaft, ist es unwahrscheinlich, dass der Rückgang der Nachfrage bald den Verkauf von Häusern zu Spottpreisen bedeutet.
In seiner Dissertation betont Elöd Takáts, von der Währungs- und Wirtschaftsabteilung der BIZ, dass “die Ergebnisse keine absoluten Einbrüche der Immobilienpreise bedeuten. Sie suggerieren, dass in den kommenden 40 Jahren die reellen Immobilienpreise in den so genannten entwickelten Volkswirtschaften einem viel schwierigeren Umfeld entgegen stehen”, als in dem gleichen Zeitraum in der Vergangenheit.
Heutzutage sind keine ähnlichen Bedingungen wie beim Babyboom in den 1960er Jahren gegeben. Dieser war laut Autor der Studie für den Anstieg der Immobilienpreise in den Vereinigten Staaten um etwa 40 Prozent verantwortlich.
Die Studie hält ferner fest, dass die kurzfristig zunehmende Zahl älterer Menschen eine ähnliche Herausforderung für die öffentlichen und privaten Renten- und Gesundheitssysteme darstellt.
Der Bevölkerungsrückgang wird auch langsam das Wachstum der Volkswirtschaften dämpfen und ist ein ernsthaftes Problem in Europa.








