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Klontier-Curry gefällig?

Sind wir denn wirklich in einer Ära angekommen, in der wir alles akzeptieren?
Letzte Woche wurde bekannt, dass schon seit 2009 geklontes Fleisch in der europäischen Nahrungskette im Umlauf ist.
Dieser spezielle Vorfall wurde in Schottland aufgedeckt. Zwei Bullen, deren Embryos in den USA geerntet wurden, kamen in Großbritannien auf die Welt, wurden geschlachtet, und das Fleisch des einen wurde für den menschlichen Verzehr verkauft.
Laut der britischen Behörde für Lebensmittelstandards (Food Standards Authority, FSA) wurde das Fleisch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit verzehrt, vermutlich in Form einer Pastetenfüllung oder als Burger.
In einer seltsam beunruhigenden Stellungnahme sagt die Behörde, es gäbe “keine Beweise, dass der Verzehr von Produkten gesunder Klontiere oder ihrer Nachkommen eine Gefahr für die Lebensmittelsicherheit birgt” – gleichzeitig rechtfertigen sie aber die Tatsache, dass das Fleisch des zweiten geschlachteten Bullen “zurückgehalten wurde, um nicht in die Nahrungskette zu gelangen” weil “es genehmigt werden muss, bevor es auf dem Markt kommen darf”.
Warum, so wundert man sich, muss jemand Fleisch, das keine Gefahr für die Lebensmittelsicherheit darstellt, “genehmigen”?
Die Antwort ist, dass niemand mit Sicherheit sagen kann, was der Verzehr von geklontem Fleisch mit uns allen macht. Es kann einfach noch keine angemessene Studie vorliegen. Bedenken Sie: Wie viele Menschen wären wohl bereit, sich dauerhaft von Fleisch geklonter Tiere zu ernähren, um zu sehen, wie es ihnen in x Jahren ergeht? Was denken Sie?!
Es stimmt, dass 2005 die USA eine “Fünfjahresstudie mit dem Ergebnis abschlossen haben, dass Klonprodukte sicher seien” – aber seit dem gab es eine Flut an gegenteiligen Informationen und Bedenken. Und wer von uns glaubt überhaupt ein Wort, von dem was aus den USA kommt?
Während sich die Kontroverse in Europa ausbreitet - und ungenannte EU-Vertreter zugeben, dass “es wahrscheinlich ist, dass tausende Käse- und Fleischprodukte in den britischen Supermärkten verkauft werden, die ein Erzeugnis geklonter Tiere sind” - bleiben wir unschuldige Konsumenten mit einem bitteren Nachgeschmack im Mund zurück.
Wie es der Autor eines Blogs formulierte: “Das alles wird immer absurder... Ich ziehe auf den Mond, wo ich mich ausschließlich von ungeklontem Käse ernähre. Auf Wiedersehen.” Wenn es doch nur so einfach wäre!








