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Digital Portugal

Aber paradoxerweise bedeutet dies nicht, dass es uns zu einem digitalen Land macht.
Die Schlussfolgerung kommt vom Zentrum für Forschung und soziologische Studien (Centro de Investigação e Estudos de Sociologia, CIES), das während der 11. Jahreskonferenz des World Internet Projects (WIP) vor kurzem in Lissabon eine Studie veröffentlicht hat.
Das World Internet Project (WIP) ist ein Projekt internationaler Zusammenarbeit, das auf den sozialen, politischen und wirtschaftlichen Einfluss achtet, den das Internet und andere neue Technologien ausüben.
Laut CIES, das zum Höheren Institut für Unternehmens- und Arbeitswissenschaften (Instituto Superior de Ciências do Trabalho e da Empresa, ISCTE) gehört, nutzen noch keine 45 Prozent der Portugiesen das Internet.
Das bedeutet, dass trotz aller Anreize zum Kauf eines Computers mit Breitbandzugang in den letzten Jahren, 55,4 Prozent der Portugiesen kein Internet besitzen - und mehr als die Hälfte von ihnen glaubt nicht, dass sie es eines Tages verwenden werden.
Als Hauptgrund (44,4%) wird fehlendes Interesse und Nutzen des Netzes angegeben. Die Unwissenheit, wie damit umzugehen sei, hält 26,3% der Portugiesen ab, aber interessanterweise geben nur 10,2% als Grund an, dass sie keinen Computer oder Internetzugang haben. Das bedeutet, dass die Bemühungen der letzten Regierungen für die Verbreitung der Technologie Früchte getragen haben: Wir haben die Werkzeuge. Aber wir nutzen sie nicht!
Das Alter spielt natürlich eine wichtige Rolle bei diesen Zahlen. Die Mehrheit der Nicht-Nutzer sind über 65 Jahre alt (25%), gefolgt von der Altersgruppe zwischen 55 und 64 Jahren (12,8%) und 45 bis 54-Jährigen (11,4%).
Das steht im Gegensatz zu den Daten anderer Länder, wie zum Beispiel der Vereinigten Staaten, wo die ältere Bevölkerung starke Nutzer des Internets sind – ganz besonders die Kriegsveteranen in ziemlich fortgeschrittenem Alter, welche die vielen konkurrierenden Diskussionsforen beleben.
Darüber hinaus konzentrierten sich die Incentive-Programme der Regierung vor allem auf die jüngeren Generationen, die die Verfügbarkeit dieser Technologie in Anspruch nehmen.
Einige der wichtigsten Daten dieser Studie, die von Metris GfK durchgeführt wurde, beziehen sich auf die Gewöhnung der Portugiesen an soziale Netzwerke. Hi5 liegt dabei weiterhin an der Spitze, mit 75,6%, und setzt sich gegen Facebook (mit 70,2%) durch. Twitter, mit 13,9%, MySpace, mit 11,7%, und Orkut, mit 10,2%, komplettieren die Top Fünf.
Die Daten schließen auch LinkedIn ein, ein soziales Netzwerk für berufliche Kontakte. Obwohl von nur 1,6% der Portugiesen genutzt, zeigt LinkedIn die größte Diskrepanz innerhalb der Nutzer auf: 80% sind männlich.








