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“Präsidenten-Zug” - eine brillante Idee

Den Tag resümierend, betrachtet der Linksblock (Bloco de Esquerda, BE) aus Faro es als “geniale Idee” den “Transport des Präsidentschaftskomitees und der anderen geladenen Gäste vom Stadttheater zum Largo de São Francisco per Zug zu unternehmen”, gaben sie uns in einer Erklärung bekannt.
Der Grund für das Lob ist, dass “diese Lösung eine schnelle und effiziente Beförderung von hunderten Leuten zwischen zwei Punkten der Stadt erlaubt, ohne Staus zu verursachen.”
“Unverständlich ist nur, warum diese Idee nicht im Alltag der Bürger von Faro umgesetzt wird. Diese Erfahrung hat uns doch gezeigt, dass mit der aktuellen Infrastruktur und einem Schienenfahrzeug” der Autoverkehr zwischen verschiedenen Punkten in Faro (und auch Olhão) weit weniger gestört würde.
“Wir wissen, dass Studien durchgeführt wurden, diese Linie mit dem Flughafen und dem Campus de Gambelas” der Universität der Algarve, die beide in der Peripherie von Faro liegen, zu verbinden.
Der Linksblock bezieht sich auf das Projekt einer Straßenbahn, über das viel gesprochen wurde. Würde es irgendwann über den Papierstatus hinauskommen, wäre es sicherlich eine sehr günstige Lösung für die täglichen Staus, die den Eingang von Faro täglich zu den Stoßzeiten verstopfen. Und es wäre dienlich, die Abhängigkeit derer, die dort leben, arbeiten oder studieren, vom Auto zu reduzieren. Auch der Tourismus würde von einer direkten Verbindung zwischen dem Flughafen und der Bahn profitieren.
“Uns ist nicht klar, warum die Pläne für die Bahn nicht konkretisiert werden”, hakt die BE Faro nach. Vor allem nicht, wenn man bedenkt, wie viel EU-Gelder in den letzten sieben Jahren, für die lokale Entwicklung bestimmt, in das Land geflossen sind. Vielleicht gab es andere Prioritäten....
“Stattdessen bietet Faro für das Problem mit der Beförderung öffentliche Transportalternativen und Fahrradwege. Die Umsetzung des “Präsidenten-Zugs” zeigt uns, dass dies in der Tat eine einfache und nützliche Lösung ist”, sagt die BE abschließend.
Und das stimmt. Es würde den Portugiesen und speziell den Bewohnern der Algarve viel mehr nützen, wenn die “hohen Tiere”, Politiker und Staatsoberhäupter, mit der herkömmlichen Bahn reisen würden, obsolet und aus dem letzten Jahrhundert, so wie sie täglich durch die Algarve zuckelt - ohne Klimaanlage oder bequeme Bänke - und für viele die einzige Alternative ist.
Na gut, was soll´s. Wir haben uns daran gewöhnt, in einem etwas anderem Land zu leben, mit imaginären Zügen.








