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Ausgabe 729
2012-05-17 > 2012-05-23
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World Wildlife Fund

Die Stunde des Planeten

Die Idee ist, am 27. März, zwischen 20:30 und 21:30 Uhr, freiwillig sämtliche elektrische Geräte auszuschalten.
Bruno Filipe Pires, Ausgabe 616 ( 4 Mär 2010), Ohne Kommentare »
Weltweites Recycling von Aluminium (2004)

Die «Stunde des Planeten» begann 2007 als einfache Geste in einer einzigen Stadt – Sidney (Australien).

Bei der ersten Durchführung schalteten zwei Millionen Menschen die Lichter aus. Anfänglich erhoffte man sich, während der einen Stunde 5 Prozent des Stromverbrauchs in der australischen Hauptstadt einzusparen. Das Ergebnis war besser als gedacht: Es waren 10,2 Prozent Ersparnis.

Im Jahr 2008 taten sich bereits 50 Millionen Menschen in aller Welt zusammen, um diese Kampagne durchzuführen, mit dem primären Ziel, die Aufmerksamkeit auf den Klimawandel zu lenken – dessen extreme Auswirkungen wir in den letzten Wochen sehen konnten.

Die Flut der Zerstörung in Madeira und die Tornados, die Chaos an Orten wie Praia do Vau verursacht haben, in einem Land, in dem dieses Wetterphänomen noch untypisch ist, machen den Bürgern klar, dass etwas nicht stimmt.

In diesem Jahr wollen an der Kampagne, die der WWF (World Wildlife Fund) fördert, auch die Städte Lissabon und Faro mitmachen. Der Veranstaltung, der im Jahr 2009 schon 11 portugiesische Städte folgten, schlossen sich weltweit bereits insgesamt viertausend Städte in 88 Ländern an.

Dabei müssten eher sämtliche Technologien für eine Weile abgestellt werden. Die jüngste Studie der UNO (Organisation der Vereinten Nationen) zeigt, dass sich der Elektromüll, der durch Handys, Computer, Drucker und andere entsteht, in der kommenden Dekade «dramatisch» erhöhen wird.

Der Abfall an gebrauchten elektronischen Produkten, der momentan weltweit bei 40 Millionen Tonnen pro Jahr liegt, wird anwachsen. Der Müll durch entsorgte Handys in Indien wird 2020 achtzehn Mal mehr sein als 2007, während er sich in China versiebenfacht, so der Bericht.

Die Vereinigten Staaten sind derzeit, mit 3 Millionen Tonnen pro Jahr, der größte Produzent von modernem Mist.

Das Problem ist, dass dieser Müll unsachgemäß auf dem Schrott in der Dritten Welt weiter “verwertet” wird, wo wertvolle Bestandteile, wie Kupfer und Gold, aus den Kabeln entfernt werden.

Die Giftstoffe, die bei der Verbrennung der elektronischen Abfälle freigesetzt werden, sind für die Umwelt und den gesamten Planeten schädlich.

Warum also nicht alles ausschalten?

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