PortuguêsEnglishDeutsch
Ausgabe 729
2012-05-17 > 2012-05-23
Tel.: 282 418 881
Passwort vergessen?AnmeldenKostenlose KleinanzeigenArtikelThema der WocheReportageInterviewAktuellesMeinungRestaurantsDie AlgarveVerzeichnisHilfe
ÜbersichtArtikelMeinung“All” garve

“All” garve

Für das Kino gilt wohl die Regel, dass Fortsetzungen immer schlechter sind, als das Original. Man verliert das Interesse. Auch wenn die Drehbuchautoren hart daran arbeiten, neue Ideen und Wendungen zu finden.
Ausgabe 615 (25 Feb 2010), Ohne Kommentare »

Es ist wieder Zeit für das Programm von «Allgarve» und wieder stellt sich die Frage – lohnt es sich, auf diese Formel zu setzen, um mehr Touristen anzuziehen?

Und obwohl es sich um die vierte Auflage des Programms handelt und schon viele Millionen ausgegeben wurden, kann das bisher niemand genau beantworten.

Aber in diesem Jahr wird die Universität der Algarve versuchen, eine Antwort darauf zu finden.

Die Akademie wurde aufgefordert, den Erfolg von «Allgarve» im Zusammenhang mit dem Touristenfluss in der Region mit Sorgfalt und Präzision” zu studieren.

Das erklärte der Präsident der Tourismusbehörde der Algarve, Nuno Aires, während der Eröffnungszeremonie am vergangenen Samstag, den 20. Februar, den Journalisten.

Aber vielleicht kann der Bericht von Eurostat vom 22. Februar über den Tourismus in Europas 27 Mitgliedsstaaten bereits einige Hinweise geben.

Die Gesamtzahl der Übernachtungen in Hotels ist im Jahr 2009 im Vergleich zu 2008 um 5 Prozent gefallen.

Im Durchschnitt fiel die Zahl der Übernachtungen von Ausländern in jedem der 27 Länder um 9 Prozent.

Das zeigt deutlich, dass es für die Branche nicht gut läuft und es sich um ein internationales Problem handelt.

In Bezug auf «Allgarve» 2010 ist die stärkste Seite vielleicht, dass das Programm zum ersten Mal in den Händen von einem Team aus der Algarve liegt.

Augusto Miranda und seine Kollegen haben einen ähnlichen Etat wie im letzten Jahr zur Verfügung - drei Millionen Euro von “Turismo de Portugal“.

Nuno Aires “hofft, dass zu diesem Geld noch eine gute Million von den Gemeinden und eine Million von privat dazukommt”, und sich so eine Summe von insgesamt fünf Millionen Euro ergibt.

Die Mittel sollen Veranstaltungen über einen Zeitraum von 10 Monaten finanzieren (fast doppelt so lange wie zuvor).

Eine Million wird für die nationale und internationale Öffentlichkeitsarbeit aufgewendet und der Rest für das Programmangebot - Sport, Ausstellungen, Konzerte, Gastronomie und andere.

Dennoch bleiben wesentliche Fragen. Was passiert für wen? Sind Touristen, die zum Sonnenbaden an den Strand kommen, an einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Lissabon oder Porto interessiert, die für einige Monate ausgeliehen wird? Und spielen diejenigen, die hier leben (um die 400 000 Personen), auch eine relevante Rolle in dem Programm? Ist es öffentlich? Oder begrenzt es sich auf die Parade der “Prominenten”, die zur Eröffnung aus der Hauptstadt hier landen.

Und relativiert sich das Interesse der Touristen, wenn bekannte Künstler auch in deren Herkunftsland auf Tour gehen?

Dient «Allgarve» letztendlich vielleicht der Luststeigerung der Bewohner der Algarve (Besucher inbegriffen) auf Kultur und zur Förderung der Gewohnheiten, die sich einige Bevölkerungsgruppen schon angeeignet haben?

Vielleicht ist ja das beste Vermächtnis für die Zukunft, dass Kulturveranstalter in der Region über Mittel verfügen (müssen ja keine Millionen sein) und über die Unabhängigkeit, den eigentlichen Bedürfnissen der Algarve nach zu kommen.

Kommentare
Einloggen oder registrieren um einen Kommentar zu verfassen.Ohne Kommentare. Verfassen Sie den ersten Kommentar.