PortuguêsEnglishDeutsch
Ausgabe 729
2012-05-17 > 2012-05-23
Tel.: 282 418 881
Passwort vergessen?AnmeldenKostenlose KleinanzeigenArtikelThema der WocheReportageInterviewAktuellesMeinungRestaurantsDie AlgarveVerzeichnisHilfe
ÜbersichtArtikelMeinungEin Low-Cost-Auto gefällig?

Ein Low-Cost-Auto gefällig?

Auch auf dem Automobilmarkt laufen die Dinge nicht rund. Die Verkaufszahlen sind zurückgegangen, und selbst der unantastbare Sektor der Luxus-Autos hat inzwischen einen Kollateralschaden der Krise erlitten. Andere Ereignisse, wie der fast tägliche Anstieg der Kraftstoffpreise (ein Barrel Rohöl erreichte 2008 bereits 147 Dollar), tragen auch nicht gerade zum Erhalt des Sektors bei.
Bruno Filipe Pires, Ausgabe 614 (18 Feb 2010), Ohne Kommentare »

So verstärkt sich die Nachfrage nach dem Wesentlichen (dessen, was nötig und sinnvoll ist) in diesen schwierigen Zeiten noch, und die Verbraucher prüfen ihre Entscheidungen gründlich, um Kosten einzusparen.

In diesem Zusammenhang brachte die Überwachungsorganisation «Cetelem» nun die erste Marktstudie 2010 heraus - die vor kurzem in unsere Redaktion gelangte - mit dem Ziel, in Erfahrung zu bringen, ob die «Low-Cost» Mentalität auch für den europäischen Automarkt eine Option ist; eine Marketing-Strategie, bei der ein Produkt oder eine vereinfachte Dienstleistung zu einem niedrigeren Preis angeboten wird.

Die Ergebnisse sind überraschend. Entgegen dem, was man auf den portugiesischen Straßen sehen kann, wo das Auto traditionsgemäß als Statussymbol gilt, ändert sich hier bereits die Einstellung. Damit liegt Portugal im Trend Europas. 29 Prozent der Europäer ziehen den Erwerb eines Low-Cost-Wagens in Erwägung. Portugal, Großbritannien und Spanien gehören zu den Enthusiastischsten.

In Portugal kamen 2008 bereits einige dieser Modelle auf den Markt. In unserem Land verzeichnete die Automobilindustrie 2009 einen Einbruch um 25 Prozent, doch das rumänische Fabrikat Dacia, das 1999 vom französischen Hersteller Renault aufgekauft wurde, verkaufte sich 442 Mal im Jahr 2008 und 584 Mal im Jahr 2009 - ein Wachstum von 32 Prozent.

Europaweit steigerte sich die Marke von 2.080 verkauften Fahrzeugen im Jahr 2004 auf 84.290 im Jahr 2008! Laut der Studie ist im Schnitt einer von zwei befragten Europäern bereit, ein chinesisches oder indisches Markenfahrzeug zu wählen.

In einem Gebiet, das so unübersichtlich ist, wie das der Portugiesen, läuft man Gefahr, ohne die eigenen vier Räder nirgendwo hin zu gelangen. Dennoch glauben 87 Prozent der befragten Portugiesen, dass ein Auto zu besitzen, ein “weiterer (finanzieller) Aufwand” sei. Im Schnitt kaufen in den 27 EU-Ländern nur 21 Prozent der Europäer ein Auto zum Spaß.

Kurz gesagt, die Tage der Protzer-Autos sind gezählt, weil die neuen Technologien stark im Vormarsch sind.

Inzwischen hat Mitsubishi die Auslieferung der ersten 400 i-MiEV, dem weltweit ersten serienmäßig produzierten Elektroauto, für die zweite Jahreshälfte 2010 in Portugal angekündigt.

Im vergangenen Frühjahr fanden übrigens in Portugal mehr als 200 Tests dieses Modells statt. Journalisten, Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen spendeten dem i-MiEV als echte Alternative zu den traditionellen Stadtautos einhellig Beifall...

Kommentare
Einloggen oder registrieren um einen Kommentar zu verfassen.Ohne Kommentare. Verfassen Sie den ersten Kommentar.