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Inferno im Visier von Almargem

Zu der Zeit, in der wir den 39. Jahrestag der Ramsar-Konvention begehen, wählte der Umweltschutzverein Almargem (Loulé) den berühmten Pego do Inferno als “Beispiel für ein Feuchtgebiet der Algarve, deren andauernde Probleme voraussichtlich auch in den kommenden Jahren nicht gelöst werden”.
In der Gemeinde von Santo Estêvão gelegen, circa 7 Kilometer von der Stadt am Fluss Gilão, wird dieser Ort jährlich von tausenden Menschen besucht, die von dem dortigen Wasserfall und See angezogen werden. Nach dem Verständnis von Almargem, ist es jedoch auch ein “Musterbeispiel an unhaltbarer Intervention in ein äußerst sensibles Ökosystem”.
Das heißt, vor etwa 10 Jahren wurden Treppen gebaut, um den Menschen den Zugang dorthin zu erleichtern. Deren Instandhaltung ist schwierig und teuer, und durch sie wird nur der Druck seitens der Menschen auf das Habitat erhöht. Im Sommer ist es normal, hunderte parkender Autos in der Gegend zu sehen, ohne jeglichen Respekt vor der Natur.
Der dort aus dem Mangel an Tugendhaftigkeit und geeigneter Ausrüstung hinterlassene Müll türmt sich überall. Einige machen Picknick, wahre Feste der Verschmutzung, und oft wird wild gecampt. Die Brandgefahr ist ein ständiger Begleiter.
Aber das größte Problem ist, dass der Pego do Inferno sich komplett zwischen zwei Privatgrundstücken befindet, deren Zugänge beschränkt sind.
“Eines der Grundstücke, auf dem sich auch Moinhos da Rocha befindet, ein beeindruckendes historisches Erbe am Rande des völligen Ruin, steht derzeit zum Verkauf - aller Voraussicht nach als Bauland für Wohngebäude”.
Um die Lage noch zu verschlimmern, bereitet sich die Gemeinde “darauf vor, viele zig tausend Euro in die Asphaltierung der Zufahrt zum Pego do Inferno auszugeben”, was dazu beitragen wird, den jetzt schon schlechten Stand des Habitats zu erschweren.
In diesem Zusammenhang schlägt die Umweltorganisation Almargem der Stadt Tavira und der Administração da Região Hidrográfica do Algarve vor, den gesamten letzten Abschnitt des Ribeira de Asseca, inklusive des Pego do Inferno, zu einem Interventions-Projekt höchster Priorität zu machen.
Das Ziel ist, das Habitat erholen zu lassen, den Fluss und das Ufer zu säubern, die Flora und Fauna zu schützen, sowie die dort existierende Geodiversität und Artenvielfalt zu verbreiten.
Ambitionierter ist der Plan des öffentlichen Nießbrauchs von “Moinhos da Rocha”, der die Zone in ein Zentrum zur territorialen Auslegung wandeln und ein neues, ausgewogeneres Modell zur Nutzung vom Pego do Inferno als Freizeitgebiet einführen soll.
Demnächst organisiert Almargem gemeinsam mit anderen Körperschaften der Region einige Aktionen, die sich an die breite Öffentlichkeit richten, um am 22. Mai den Internationalen Tag der Artenvielfalt zu feiern.








