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Sicheres Internet?

Die Banalität der Gratis-Software (Antivirus, Firewalls, usw.) hat zu dem Sicherheitsgefühl der Menschen, die das Internet nutzen, beigetragen - aber in vielen Fällen ist das heikel.
Im Gegensatz zu dem, was man aus der Vergangenheit kennt, stellen sich heute die größten Bedrohungen als legal und glaubwürdig dar.
Heute ist es zum Beispiel sehr beliebt, Menschen auf eine Seite zu locken, die aussieht, wie die ihrer Bank, aber eigentlich nur eine Fassade ist, um Zugriff auf die Daten der Konten zu erhalten (eine Technik, die als “Phishing” bekannt ist).
Es hat auch nicht lange gedauert, bis die ersten Cyber-Verbrecher versucht haben, aus dem Unglück in Haiti Profit zu schlagen.
Experten der nordamerikanischen Sicherheitsfirma «Sunbelt Software» haben festgestellt, dass die ersten angezeigten Ergebnisse zu Stichworten wie “Haiti Earthquake Donation” bei den verschiedenen Suchmaschinen wie Google, die Surfer direkt auf bösartige Webseiten geführt haben.
Die Nutzung von Tragödien für illegale Zwecke kommt leider häufig vor. Schon vor dem Betrug im Zusammenhang mit dem Beben in Haiti, das als Köder für Illegalitäten aller Art dient, hat das FBI (am 14. Januar) eine Warnung zu Betrug und gefälschten Webseiten herausgegeben, die versuchen, Geld für Spenden und Fördermittel zu erhalten, mit denen Erdbebenopfern geholfen werden kann.
Die gleiche Art von Angriff bei Internetsuchen geschieht auch mit einigen anderen Themen, darunter die Schweine-Grippe. Das Problem ist, dass auch legitime Webseiten die humanitäre Zwecke (z. B. bei Nicht-Regierungs-Organisationen) unterstützen, oft angegriffen werden, um Daten zu persönlichen Bankkonten oder Kreditkarten zu stehlen.
An diesem Samstag, 6. Februar, wird die Europäische Kommission erneut die Aufmerksamkeit auf die Cyberkriminalität lenken – mit der Initiative «Tag des sicheren Internet».
Die Initiative entstand im Jahr 2003 mit dem Ziel, die Öffentlichkeit bezüglich der Internetkriminalität zu sensibilisieren. 2009 waren 50 Länder dabei. In diesem Jahr ist die Zielgruppe in erster Linie junge Menschen. Die Botschaft lautet, sich die Konsequenzen bewusst zu machen, die das Posten auf den unterschiedlichen Kanälen, die heute zur Verfügung stehen (Foren, soziale Netzwerke, Blogs, etc.) nach sich ziehen kann.
Portugal hat eine “Alarm-Leitung” geschaffen, wo jeder vertraulich und sicher illegale Seiteninhalte melden kann, wie Kinderpornografie, Verherrlichung von Gewalt und Rassismus. Die Seite (linhaalerta.internetsegura.pt/) ist Teil der europäischen Interessengemeinschaft «insafe».








