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Ausgabe 729
2012-05-17 > 2012-05-23
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Nach den Parties, die Entspannung!

Ach, was wäre die Algarve ohne die Festivals im August? Glücklicherweise sind diese Veranstaltungen lebendig und werden weiterhin so ausgeführt wie eh und je, ohne Innovationen, die den Geist zerstören könnten…
Bruno Filipe Pires, Ausgabe 692 (25 Aug 2011), Ohne Kommentare »

Die Idee ist genial einfach: Für ein paar Tage wird auf einem geschlossenen Gelände eine Bühne für Konzerte (einige von eher zweifelhaftem Geschmack) aufgebaut, damit die Masse sich amüsieren kann, während sie gemeinsam Sardinen und Meeresfrüchte (wenn auch manchmal gefroren) genießt.

Die Idee ist, den Tourismus zu fördern. Die Ausgaben der Stadtverwaltungen für diese großen Feste rechtfertigen sich durch die Anzahl der zahlenden Besucher.

Klar, dass nach dem Rambazamba dieser Festivitäten, die schon zu unserer Kultur gehören, alles im Schneckentempo abgebaut wird. Das ist nichts Ungewöhnliches, kann aber für diejenigen schmerzhaft sein, die mit unseren Sitten und Gebräuchen nicht so vertraut sind…

Speziell, wenn sie sich ihre Zehen an einer der vielen Eisenstangen stoßen, die noch im «Jardim do Pescador» in Olhão verteilt herum liegen – fünf Tage nach Beendigung des Meeresfrüchte-Festivals...

Natürlich fielen auch mir an einem Sonntagmorgen, der schön ruhig ablaufen sollte, die Gefahren auf dem Garten-/ Baustellen-/ Ex-Festival-Gelände, das vor kurzem noch von vielen Familien mit Kindern besucht wurde, nicht sofort ins Auge.

Als ich die Straße auf einem Zebrastreifen überqueren wollte, war ich etwas überrascht, mitten im Weg einen enormen Haufen Schrauben und Muttern zu finden. Sie wurden einfach hier zurück gelassen, neben einem anarchischen Berg an Brettern und Metallteilen.

Der eindeutige Beweis, dass es hier jemand für unnötig gehalten hat, seinen Job zu Ende zu führen. Er hat einfach alles stehen und liegen gelassen und ist abgehauen.

Aber was ist das Problem? Wer ist verantwortlich, wenn sich jemand ernsthaft verletzt? Wohl der Verletzte selbst, hätte er doch besser aufgepasst!

Und so leben wir in Ruhe weiter, zufrieden mit der Ineffizienz, glücklich mit dem Mangel an Stolz für unsere Arbeit, ungestört trotz der Nichteinhaltung der grundlegendsten Regeln des sozialen Lebens und entspannt trotz des enormen Mangels an Respekt gegenüber anderen.

Sollte dem nicht so sein, wie erklären Sie den Starkstromkasten, der seit Tagen offen steht, und um Himmels Willen, auch noch direkt vor dem neuen 5-Sterne-Hotel, dem ganzen Stolz der Stadt?

Seien Sie dabei, wenn hier jemand wegen Schludrigkeit einen Stromschlag bekommt…

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