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Ausgabe 729
2012-05-17 > 2012-05-23
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Gesetzlose Mode?

Sie sind in Mode, insbesondere unter jungen Menschen, und es gibt sie für jeden Geschmack und Geldbeutel. Das Dekorieren des Körpers mit einer Tätowierung ist heute alltäglich und für alle Interessierten möglich. Aber ist es sicher?
Bruno Filipe Pires, Ausgabe 688 (28 Jul 2011), Ohne Kommentare »

Der portugiesische Verbraucherschutzverein (DECO) wird in Kürze die Ergebnisse einer Studie über diese Tätigkeit in Portugal herausgeben.

Zwischen den Monaten Februar und März wurden fast 50 Besuche in 29 Tattoo- und Piercing-Studios in den eher städtischen Gebieten des Landes (Lissabon und Porto) abgestattet.

In Bezug auf die letzte Studie dieser Art, aus dem Jahr 2005, kommt DECO zu dem Schluss, dass es wenig Verbesserung in der Qualität dieser Dienstleistungen gibt. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, wenn die Studie auch auf andere Gebiete des Landes, wie zum Beispiel die Algarve, ausgeweitet worden wäre?

Wer kann schon sagen, was hier los ist?

Laut DECO wollte keiner der aufgesuchten Fachleute den Gesundheitszustand des Kunden wissen, nur achtzehn boten eine gute Betreuung während der Heilung, und acht Tätowierer sagten, der Prozess sei schmerzlos oder wichen der Frage aus.

Der Verein weist darauf hin, dass “diejenigen, die an Hautkrankheiten, wie Schuppenflechte, oder an Allergien gegen Farbpigmente, das Metall der Nadeln oder Nickel in den Ringen leiden, keinen solchen Eingriff (Piercing) vornehmen lassen sollten”, während “Hämophilie-Patienten und Epileptikern von Tattoos abzuraten ist”.

“Die Informationen über diese Kontraindikationen sind essentiell für die Sicherheit der Kunden, aber unsere Leute bekamen sie an keinem der besuchten Orte zu hören. Die Fachleute zeigten sich nicht im geringsten besorgt ob des Gesundheitszustandes der Klienten”, prangert DECO an und erinnert auch an die Risiken von Hautinfektionen bis hin zu Allergien oder einer Ansteckung mit HIV/ AIDS und Hepatitis B und C.

DECO betont, dass “es dem gesunden Menschenverstand der Fachkräfte unterliegt, zu bestimmen, welche Informationen sie ihren Kunden geben”, und verlangt daher eine Gesetzgebung und Aufsicht, die die Rechte der Verbraucher schützt.

Diese Tätigkeit hat in Portugal keine spezifischen rechtlichen Rahmenbedingungen. Ein weiterer guter Grund Angst vor Nadeln zu haben...

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