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Nackt Radeln und andere Bewegungen

Natürlich ist die öffentliche Nacktheit gesetzlich nicht erlaubt, aber das ist bei weitem nicht das Wichtigste. Es ist eine Idee, die schon in mehreren Ländern durchgeführt wurde.
Dabei gibt es drei Ziele. Es soll Aufmerksamkeit auf die Verletzlichkeit der Radfahrer gelenkt werden, eine umweltfreundliche Botschaft sein und die Nutzung von Fahrrädern als praktikables Fortbewegungsmittel fördern.
Dieses Ereignis erinnerte mich an einen deutschen Kollegen, der vor ein paar Jahren für unsere Zeitung gearbeitet hat. Viele Male radelte er von Silves nach Portimão, wobei er sich den vielen Risiken des Verkehrschaos auf der EN 125 - vor allem im Sommer - ausgesetzt hat.
Eines Tages, seine Entschlossenheit bewundernd, erzählte ich ihm, wie überrascht ich war, als ich auf meiner ersten Reise in eine deutsche Großstadt gesehen habe, wie viele Menschen dort mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Er antwortete: “Ich bin überrascht, wie wenig ihr bei dem fantastischen Wetter das Fahrrad nutzt.” Ich war wohl etwas zu naiv...
In einigen Städten in den Niederlanden, zum Beispiel Groningen, fährt schätzungsweise die Hälfte der Bevölkerung Rad. Wir möchten damit nicht sagen, dass wir gegen das Autofahren sind oder gar scheinheiliges Getue vorgeben.
Es dient einzig dazu, zu hinterfragen, ob es vielleicht an der Zeit ist, unsere Denkweise zu überprüfen und ein für alle Mal mehr Qualität in unsere städtischen Umgebungen zu bringen.
An der Algarve finden wir ein ausgezeichnetes Beispiel. In Vila Real de Santo António besteht ein Netz aus Fahrradwegen, zwar nicht sehr groß, aber sehr beliebt.
Am Samstagvormittag sieht man die Einheimischen einkaufen oder einfach nur friedlich auf ihren Fahrrädern spazierenfahren. Es wäre schön, wenn diese Gemeinde andere Bürgermeister einladen würde, um einige freie Tage in dieser Gegend zu verbringen und somit etwas über alternative Mobilität zu erfahren ...
Eine weitere Initiative, die weitgehend unbemerkt geblieben ist, fand am 6. Juni in Faro statt. Es war eine Wanderung, die von drei unabhängigen Bürgern, zwei von ihnen mit Behinderungen, organisiert und gefördert wurde. Die Aktion trug den Titel “Behindert sind die Städte” und wurde von den Medien komplett ignoriert, was dem öffentlichen Sender RTP1 eine Beschwerde einheimste.
Glücklicherweise werden heutzutage all diese Bewegungen offen diskutiert und in sozialen Netzwerken verbreitet. Es handelt sich um neu aufkommende Winde im Sozialbereich, die immer stärker wehen.
Wer weiß, wohin sie uns in naher Zukunft tragen?








