| Einloggen oder registrieren um einen Kommentar zu verfassen. | Ohne Kommentare. Verfassen Sie den ersten Kommentar. |
Projecto Farol
Portugal 2011 elender als 1974?

Dies sind einige Ergebnisse der Studie «As escolhas dos Portugueses e o projecto Farol», bei der 1.002 Personen befragt wurden, realisiert von der Beratungsgesellschaft Gfk.
Für 46 Prozent der Befragten ist die gegenwärtige wirtschaftliche und soziale Situation schlechter oder viel schlechter, als im Vergleich zu dem Leben vor 40 Jahren, vor dem 25. April.
Im Vergleich mit der jüngeren Vergangenheit sind die Ansichten noch düsterer. Über die Hälfte der Portugiesen (58 Prozent) sehen das heutige Leben als schlechter oder viel schlechter an, als vor 25 Jahren, bevor Portugal der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft beigetreten ist (EWG).
Für 81 Prozent der Portugiesen ist das Hauptproblem des Landes die Arbeitslosigkeit, gefolgt von dem Gesundheitssystem und den Krediten der Privathaushalte (meinen 26 Prozent der Befragten). Die überwältigende Mehrheit (78 Prozent) glaubt, dass sich das Land auf dem Holzweg befindet und mehr als die Hälfte (53 Prozent) meint, dass sich die wirtschaftliche und soziale Situation des Landes in den kommenden zehn Jahren verschlechtern oder sehr verschlechtern wird.
Die Umfrage zeigt auch ein großes Misstrauen seitens der Bevölkerung in das politische System. Etwa 90 Prozent der Befragten äußern wenig Vertrauen in die Politiker. Die Gerichte, Gewerkschaften und öffentlichen Verwaltungen erregen ebenfalls höchstes Misstrauen.
Die Notwendigkeit eines nachhaltigen Wirtschaftsplanes (49 Prozent) und die Erhöhung der Produktivität (45 Prozent) sind die Wege, die auf den größten Konsens unter den Befragten stoßen; gefolgt von anderen Aspekten der Nachhaltigkeit, wie mehr Unternehmergeist unter den Bürgern (14 Prozent), die Reform des Sozialmodells (12 Prozent), mehr private Initiativen (12 Prozent) und mehr Innovationen und Technologien (12 Prozent).
Das “Projecto Farol” ist eine Ideenschmiede von Deloitte Circle, die eine Analyse und Diagnose der Realität des Landes erstellen möchte.
Das Ziel des Projektes ist es, einen Entwicklungsplan bis 2020 für Portugal zu entwerfen; dabei zählt man auf die Förderer Belmiro de Azevedo, Daniel Proença de Carvalho, Jorge Marrão, António Pinho Cardão, José Maria Brandão und Manuel Alves Monteiro.








