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Movimento de Defesa do Pontal

Im Namen des Naturschutzes

Das Bürgerrechtsempfinden an der Algarve wird immer stärker. Nach einer vierjährigen Unterbrechung hat «Movimento de Defesa do Pontal» (Bewegung zum Schutze Pontals) erneut seine Aktivitäten aufgenommen. Die Gruppe ist allen Bürgern, Umweltvereinen und Verbänden, selbst Parteien, offen und hat das Ziel, Lösungen für den Forst von Pontal zu finden - ein Waldgebiet, das im Naturpark der Ria Formosa, zwischen Faro und Loulé, liegt. Diese Landschaft soll ein neues Erholungsgebiet im Grünen werden.
Bruno Filipe Pires, 9 Jul 2009 02:00, Ohne Kommentare »
Bruno Filipe Pires

“Der Naturpark der Ria Formosa steht dauerhaft unter Bedrohung.

Eine lockere Gesetzgebung, die auf der PIN-Klassifizierung (Projekte von Nationalem Interesse/ Projectos de Interesse Nacional) basiert, erleichtert neue touristische Projekte und die Bebauung dieser geschützten Gegend”.

Das ist der primäre Beweggrund für «Movimento de Defesa do Pontal», einer der Bevölkerung offenen Plattform, die ein neues Umweltmanagement für das Gebiet schaffen will.

Nachdem sie die Nachricht erreichte, dass russische Investoren, im Schutze der Argumentation, es handele sich um besagtes Nationales Interesse, in Pontal ein Hotel, 120 Villen und 409 Apartments, mit insgesamt 2.502 Betten bauen wollen, trat «Movimento» wieder in Aktion.

Dieses Mal hat es der Beton nicht bis in den Mischer geschafft. Der Plan wurde von den Behörden nicht genehmigt. Das bedeutet aber nicht, dass man sich nun entspannt zurücklehnen kann. «Movimento» sieht, wie das Gebiet verkommt und die Bevölkerung keinen Nutzen aus diesem Naturparadies ziehen kann.

“Unsere Idee ist es, hier einiges zu verändern, vor allem auf staatlicher Ebene”, erklärt der Universitätsprofessor Patrício Serendero, von der linksgerichteten Partei «Bloco de Esquerda».

Momentan gehört fast das ganze Gebiet um Pontal (auch bekannt unter dem Namen “Ludo”) Privatpersonen. “Die Eigentümer können es nicht bebauen und der Staat investiert dort nicht, da der Boden ihm nicht gehört”. Aus diesem Grund wird die Gegend nicht auf nachhaltige und ökologisch sinnvolle Weise der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. “Diese Situation stellt eine absolute Sackgasse dar”, sagt Serendero.

“Wir besitzen ein Konzept für die Freizeitnutzung, für Menschen, die sich gerne in der Natur aufhalten und diese schätzen. Man könnte es mit einem Museum vergleichen, in das Menschen gehen, um zu bewundern, was andere Menschen geschaffen haben. Die Leute bezahlen für einen lehrreichen, kulturellen Dienst. Wir sind der Meinung, dass die gleiche Handhabung auch in Naturparks gelten sollte”, fährt er fort.

Im Grunde wäre es mit etwa 2 Millionen Euro möglich, verschiedene Strukturen, wie einen Picknickbereich und einen Campingplatz zu schaffen und die alten Wege in Schuss zu bringen, um diese zu Fuß, mit dem Rad oder zu Pferd zu benutzen. Und vielleicht noch wichtiger ist eine Wiederaufforstungsmaßnahme, bei der die ursprüngliche Flora wiederhergestellt wird.

“Das wäre eines der Angebote an die Grundstückseigentümer von Pontal. Im Gegenzug dürfte die Öffentlichkeit das Land nutzen”, erklärt João Brandão, Professor an der Universität der Algarve. Doch erst einmal müssen Gebiete zur freien Nutzung geschaffen und alles in Ordnung und sauber gehalten werden. Die Gefahr der Bebauung muss ausgeschlossen werden können.

Die Organisatoren von «Momento» denken, dass eines der besten Beispiele, wie das Gebiet genutzt und verwaltet werden könnte, bereits seit einigen Jahren existiert: der Motoclube aus Faro nutzt einen Teil dieses grünen Fleckchens, um ihre internationalen Motorradtreffen zu veranstalten (in diesem Jahr vom 16. bis 19. Juli).

Die Gruppe eröffnet eine öffentliche Debatte über die beste Art der Umsetzung dieser Idee und zukünftige Projekte. Wenn Sie Vorschläge haben, teilnehmen oder den Prozess verfolgen möchten, besuchen Sie die Internetseite defesadopontal.blogspot.com/

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