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Adrian Olteanu
Träume aus dem Osten

Er ist in Portugal praktisch unbekannt, kann aber auf eine interessante und lange Karriere im Bereich plastischer und visueller Kunst zurückblicken. Bei unserem Interview zeigt sich Adrian Olteanu in sich gekehrt, sogar ein wenig reserviert. Vielleicht, weil er auch Musik studiert hat (er spielt Geige und Klavier), hört er lieber zu, als selbst zu reden.
Seit er sein Studium beendet hat, spezialisiert sich Olteanu auf Glasmalerei. Dabei verfolgt er die Stile und Techniken von Meistern wie Daume Nancy, Muller oder dem Franzosen Emille Galle (1846-1904) – vielleicht einem der wichtigsten Namen des Jugendstils, dessen Objekte aus Glas noch heute aufgrund ihrer Schönheit und Originalität hoch geschätzt werden.
In den letzten Jahren hat Olteanu einige Zeit in Ländern wie Griechenland, Italien und Dänemark verbracht, von wo er vor nicht allzu langer Zeit hierherkam. In all den Ländern lebte er ausschließlich von seiner Fähigkeit. In Dänemark hat er viele Auftragsarbeiten angenommen, hauptsächlich Reproduktionen von Werken. Außerdem hat er einen Kurs zur Restaurierung religiöser Ikonen, antiker Möbel und sogar Kirchen absolviert.
An die Algarve, so sagt er, habe ihn das Licht (er malt nur am Tage), das Klima und die Landschaft gelockt. Er hofft, dass er hier mehr Zeit hat, sich der Arbeit an Originalen, Keramiken und Schmuck zu widmen, sowie einem Thema, das er auf professioneller Basis bisher noch nicht sehr erforscht hat – das Body Painting. Auf diesem Gebiet hat er schon von allem ein bisschen gemacht. Malereien für das Kinderfernsehen, Maskenbildnerei im Theater, Werbung, Videoclips für Musiker und so weiter. Auf der Schau «Conexões» präsentiert er sehr unterschiedliche Arbeiten. Zum einen eine fast autobiografische Facette und natürlich Themen, die von den vielen Orten die Olteanu besucht hat, inspiriert sind. Außerdem ist der Künstler ganz klar vom fantastischen, lyrischen Stil und einer spirituellen Mystik beeinflusst. In seinen Werken findet man Meerjungfrauen, Polarlichter und Engelsflügel. Als wir ihn fragen, ob die Tatsache, dass er Rumäne ist, seine Kunst beeinflusst, antwortet er, dass das ganz sicher so sei. Den Beweis findet man auf zwei Leinwänden der Ausstellung. Ein detailgetreuer «Opinci» - ein traditioneller rumänischer Schuh.
Und die Farben des «Tulnic» (eine Art Alphorn), ein Werk, das sich mit dem Musikinstrument des Landes befasst, das auch eine Form der Kommunikation im Apuseni-Gebirge darstellt. Das Ende der Ausstellung bedeutet zugleich den Beginn einer neuen, die, wenn alles gut läuft, in Vila Real de Santo António sein wird. Dabei handelt es sich um ein Bild von zwei Pferden – inspiriert von Feng Shui, was das Thema der nächsten Schau sein wird. In dieser tausendjährigen Tradition steht das Pferd für die Energien Ying & Yang (im Prinzip männlich/ weiblich) und repräsentiert auch Ruhm und Erfolg…
«Conexões» wird von «Doina – Associação Imigrantes Romenos e Moldavos Algarve» unterstützt, die am 5. Januar 2007 in Almancil ins Leben gerufen wurde.








